• Sehenswert

    Malahide Castle

    Malahide Castle In direkter Umgebung nördlich von Dublin befindet sich das Malahide Castle. Es gehört zu den ältesten Schlössern Irlands mit besonderer historischer Bedeutung. Rund 800 Jahre war es das Zuhause der Familie Talbot gewesen. Die Talbots waren eine normannische Familie, die ursprünglich aus Frankreich stammte. Als Teil der normannischen Invasion von Irland im Jahre 1169 wurden der Familie 1184 Ländereien bei Malahide von Prinz John, dem Sohn Heinrichs II., bewilligt. Und wie jeder „gute“ normannische Ritter baute Sir Richard als Erstes einen kleinen Turm aus Stein. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde das Schloss stetig erweitert, es wurden weitere Gebäude hinzugefügt, bis das Schloss in der heutigen Form vollendet…

  • Genuss

    Neues Bier für das Land

    Auferstehung aus Ruinen Es begann 1996. In einem alten Gebäude in Carlow wurde die Carlow Brewery geboren. Seamus O’Hara und seine Frau Kay machten sich auf, die Welt des Bieres zu erneuern. Immer öfter gibt es in Irland Mikrobrauereien und kleine Brauereien, die vor allem im lokalen Umfeld aktiv sind. Doch O’Hara sind schon einige Schritte weiter. 2008 fanden sie einen neuen und größeren Standort; das war die Antwort auf den immer höheren Absatz und die Erweiterung der Biersorgen. Mittlerweile fertigt die Brauerei fünf eigene Biere, zwei Sorten für Aldi Ireland und ein Irish Stout für Spencer & Davis. Zwei verschiedene Flaschengrößen und zwei Fassgrößen sind es, die ihren Weg…

  • Reportage,  Sehenswert

    Avoca – Traum aus Garnen und Farben

    Ein Paradies für Touristen und Traditions-Liebhaber Es war einmal eine kleine Mühle im Örtchen Avoca. 1723 entstand sie als Kooperative, um den Bauern die Möglichkeit zu geben, ihre Wolle zu spinnen und zu weben. Daraus entstanden Stoffe für Kleidung und Tücher. Das Garn war naturweiß, so wie es vom Tier kam. Farbe kam erst sehr viel später ins Spiel. Natürliche pflanzliche Färbemittel sorgten mit rot, grün und gelb für eine bis dahin ungewohnte Farbenpracht und machten die Tücher auch über Avoca hinaus immer beliebter. Es entstand der Qualitätsbegriff der „Avoca Handweaver“ und der Bekanntheitsgrad stieg kontinuierlich, vor allem in den 1920er und 1930er Jahren, als die Weberei von drei Schwestern…

  • Kultur,  Menschen

    Jimmy Lawlor – der Dali Irlands

    Faszinierende Bilder mit irischem Humor – himmlisch Sollten Sie jemals in Irlands Nordwesten durch die einsamen und traumhaft schönen Landschaften wandern und dann Männer entdecken, die Guinness-Pints hinter sich herziehen, dann sind Sie sehr wahrscheinlich in der surrealistischen Welt von Jimmy Lawlor gelandet. Das Bild trägt den Titel „Pulling Pints“ was man in Deutsch mit „Pints zapfen“ übersetzen kann. Gleichzeit bedeutet „to pull“ aber auch ziehen. Also, was liegt näher, als den Begriff einmal sehr wörtlich zu nehmen … Das tut der 1967 in Wexford geborene Jimmy Lawlor seit über 20 Jahren. Seine Arbeiten hat Hugh Leonard vom Irish Independant schon 2001 mit den Werken von Salvador Dali verglichen. „Stellen Sie…

  • Menschen,  Reportage

    Irish Pub Session

    Früher wie heute: Sessions in Irish Pubs Patrick Steinbach erzählt in diesem Artikel von Momenten für die Ewigkeit Kaum etwas begeistert die Touristen mehr als eine gute  Musiksession in einem irischen Pub. Keine Armeslänge entfernt greifen urplötzlich Menschen zu ihren Instrumenten und schaffen damit eine einmalige Atmosphäre. Traditionelle Musik ist immer noch fester Bestandteil irischer Sozialkultur, die sich auf sogenannter mündlicher Weitergabe gründet. Nach einer schönen Wanderung am Strand oder in den Hügeln ist ein kleiner Stärkungstrunk stets willkommen. Mit etwas Glück gibt es abends sogar Live-Musik, was einen Tag an der frischen Luft perfekt abrundet. Der Pub ist das soziale Zentrum eines Ortes. Dort trifft man sich, tauscht sich…

  • Reportage

    Dublin im Hostel

    Die Alternative zu Hotels in Dublin. Klassischer Weise übernachten Irland-Reisende in Hotels, den beliebten B&B’s oder gemütlichen Cottages auf dem Land. Das ist sehr schön, bequem und sicher. Man hat seine Privatsphäre im eigenen Zimmer, das Bad gleicht einer Wohlfühloase für die Seele und das leckere, meist irische Frühstück macht den Start in den Tag perfekt. Darüber hinaus gibt es da noch die sogenannten Hostels, die weltweit wie Pilze aus dem Boden sprießen. Doch wer schläft dort und was genau ist eigentlich ein Hostel? Unsere Autorin Bianca Wolf hat sich darum gekümmert und ist auf Entdeckungsreise gegangen. Meine Recherchen haben ergeben, dass es keine eindeutige Definition des Begriffs gibt. Viele…

  • Reportage

    Irland in Photochroms um 1900

    Ansichten und Aussichten der Belle Epoche Bereits um das Jahr 1900 herum war Irland eine Reise wert. Zumindest bestand um diese Zeit ein gewisses Interesse an Ansichten von der Grünen Insel. Heute ist es faszinierend, einen Blick in diese Vergangenheit zu werfen. Fotografien und Bilder von früher gewinnen vor allem dann einen besonderen Reiz, wenn die Motive jene Orte zeigen, an denen man sich beispielsweise während eines Urlaubs besonders wohl gefühlt hatte. Es gab eine Zeit, als es bereits die Fotografie gab, aber noch keine Farbfotos möglich waren. Dennoch wollten die Menschen – vor allem die etwas begüterten – auch damals die Welt so originalgetreu wie möglich sehen. Insoweit hat…

  • Sehenswert

    Die Mühle von Skerries

    Die Macht durch den Wind Wer den Wind zähmen kann, verfügt über Kraft und Energie – ein Prinzip, das heute auf technisch höherem Niveau, aber auf der gleichen Grundlage wie in früheren Zeiten, wieder aufgegriffen wird. Im Osten Irlands nördlich von Dublin in dem kleinen Ort Skerries gibt es eine interessante Anlage, die Einblick gibt in die Mühlenkultur. Windmühlen sind weltweit ein faszinierendes Thema. Die Kunst, die Kraft der Naturgewalten verfügbar zu machen, hatte vor allem praktische Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Menschen, die damit ihr Leben nachhaltig verbesserten. Heute muten die alten Bauwerke wie aus der zeit gefallen an: Die gleichmäßigen Drehungen der Flügel, die typischen…

  • Reportage,  Sehenswert

    Connemara Heritage Centre

    Dan O’Hara – Ein Vermächtnis Die ausgebaute Straße von Galway direkt nach Clifden scheint fast schon eintönig zu werden. Ständig der weite Blick rechts und links in die braun-grünen Hügel denen man die Höhe von 500 oder 600 Meter kaum zutraut und die mit ihren weich fließenden Konturen in die vereinzelten Wolkendecken eintauchen. Die Tankstelle, die wir von unserer Reise vor drei Jahren noch als lebendigen Mittelpunkt mitten in der Einöde in Erinnerung hatten und die sich direkt an der großen Kreuzung von Maam Cross befand, liegt nur noch verlassen und gleichsam ausgeblutet am Wegesrand. Vielleicht hätten wir doch noch in Galway tanken sollen. Plötzlich ein Stau. Stop and Go.…

  • Sehenswert

    Ulster Transport Museum

    Spektakel für Enthusiasten der Mobilität Das Ulster Folk & Transport Museum bei Holywood ist ein echtes Spektakel. Wenige Kilometer östlich von Belfast an der A2 zwischen Belfast und Bangor gibt es nicht nur das bewirtschaftete Freilichtmuseum, sondern auch das Transportmuseum. Aber auch diese lapidare Bezeichnung ist viel zu kurz gegriffen. Es ist eine Mischung aus modernem Design, modernster Ausstellungstechnik und zahllosen historischen Exponaten. Und nach einem halben Tag auf dem Gelände stellt man erstaunt fest: man hätte sich noch mehr Zeit nehmen sollen. Hier trifft man auf gelebte Vergangenheit und kann selbst sehr viel erleben. Die „Irish Railway Galleries“ ist groß und prachtvoll. Original-Dampflokomotiven, Waggons, Reise- und Güterzüge, Zugmaschinen für kleine und…