Kultur,  Menschen

Jimmy Lawlor – der Dali Irlands

Faszinierende Bilder mit irischem Humor – himmlisch

Sollten Sie jemals in Irlands Nordwesten durch die einsamen und traumhaft schönen Landschaften wandern und dann Männer entdecken, die Guinness-Pints hinter sich herziehen, dann sind Sie sehr wahrscheinlich in der surrealistischen Welt von Jimmy Lawlor gelandet. Das Bild trägt den Titel „Pulling Pints“ was man in Deutsch mit „Pints zapfen“ übersetzen kann. Gleichzeit bedeutet „to pull“ aber auch ziehen. Also, was liegt näher, als den Begriff einmal sehr wörtlich zu nehmen …

Das tut der 1967 in Wexford geborene Jimmy Lawlor seit über 20 Jahren. Seine Arbeiten hat Hugh Leonard vom Irish Independant schon 2001 mit den Werken von Salvador Dali verglichen. „Stellen Sie sich vor, Salvador Dali hätte wenigstens die Hälfte seines Verstandes wieder zurück gewonnen und wäre in Irlands Westen gegangen, dann fangen auch Sie an, diese Kunst so fantastisch zu erleben, wie einen guten Traum“. Jimmy Lawlor, versteht seine Kunst auch als surrealistisch. Durch seine Augen gesehen und vermischt mit einer guten Portion des irischen Humors, zeichnet er in seinen Bildern alltägliche Situationen, die er ins groteske verändert – surrealistisch halt.

Dabei liebt er die schrulligen Eigenheiten seiner Landsleute und ihren fantastischen Humor, den sie ihm auch beim Malen immer wieder entgegenbringen. Das mache die Iren aus, sie seien dadurch so einzigartig, sagt Lawlor. In den Gesichtern seiner Modelle kann man deren Lebensgeschichten lesen und das Blitzen in den Augen straft ihr wahres Alter Lügen. Für ihn gibt es nichts Schöneres, als diesen Charakter einzufangen und das Ergebnis seinen Modellen und – Gott sei Dank – auch dem Rest der Welt zu präsentieren.

Lawlor hatte schon viele Ausstellungen in Irland und weltweit. Das Bild mit den Pulling Pints beispielsweise ist ca. 48 x 58 cm groß, die Auflage ist 100 Stück und es kostet 300 Euro. Wer mehr von Jimmy Lawlor sehen möchte, kann ihn im Internet besuchen unter

www.jimmylawlor.com.

Viel Vergnügen

(Die Abbildungen stammen von Jimmy Lawlor und sind hier bewusst nicht in bester Qualität veröffentlicht.)